Die “Werkstatt” Teil 1: Die Hardware

Zwei “Budget” analoge Synths sind in meinem Besitz. Der Behringer Crave (aller Laster Anfang) und folgend der PRO-800. Gute Maschinen, um dich in die analoge, subtraktive Klangsynthese einzuführen.

Mittlerweile ist der Maschinenpark etwas angewachsen. Dem Fieber der “Gear-Sammelns” konnte ich leider auch nicht widerstehen. Liegt auch daran, dass ich als Anfänger noch nicht genau weiß, wo ich hin will und wie mein finaler Workflow aussehen wird.

Begonnen habe ich eigentlich nur mit einer DAW, ohne externe Geräte, bis auf meinen ersten MIDI Controller, dem AKAI MPK mini. Ich verwende nach einen Beginn mit FL-Studio nun Studio One von Presonus. Mit FL Studio kam ich leider nicht zurecht, Studio One mit seinem linearen Workflow liegt mir besser (kann aber auch Pattern-basiert, wenn man will). Ableton war und ist mir als Hobbyist zu teuer. Aber wer weiß…

Zur DAW und zu den Software Synths komme ich dann mal auf einer eigenen Seite.

Dann musste etwas größeres “mit vielen Knöpfen” und integriertem Keyboard her. Ich habe mich für den Korg Modwave MK II entschieden und auch mal in das “andere Ende”, nämlich die digitale Synthese kennen zu lernen. Einen Synth mit FM-Synthese habe ich dabei übersprungen, dass geht auch mit freien Plugins. Ok, den Modwave gibt es auch als Plugin, die Software dahinter ist genau dieselbe. Als Besitzer der Hardware bekommt man das Plugin übrigens zu einem attraktiven Preis. Was ich mir dann auch zugelegt habe. Sehr sinnvoll, wie ich mittlerweile festgestellt habe. Es geht erstmal nichts über das Feeling mit echten Knöpfen und Tasten zu arbeiten. Aber wenn man einen Patch fertig hat, füttert man damit das Plugin und kann es wiederum frei als Midi-Instrument verwenden. Sampeln ist nicht zwingend notwendig.

Dazu gesellte sich dann aus einer Laune heraus der Korg Volca Drum (Motto: muss ich haben). Sehr nett, zusammen mit dem Modwave zu jammen, aber als Einsatz als externes Gerät in Studio One: da bin ich mir noch nicht sicher. Es gibt hervorragende Drum Plugins. Dazu später mehr.

Neuestes Mitglied in meiner Sammlung ist der Polyend Synth. Mich hat dort die Art des Spielens mit drei (!) gleichzeitig laufenden Synths auf dem Pad-Feld fasziniert. Ein Synth kann im sprichwörtlichen Sinne den Ton angeben, die anderen folgen. Das ermöglicht auch ohne musiktheoretische Planung ein schnelle kreative Arbeit. Man muss eigentlich nur auf die Tonart festlegen und kann loslegen.

Das “Drumherum” besteht aus einem Nektar GX61 Keyboard, einem ESi Amber i4 Audio Interface und einem einfachen Mixer davor, der die externen Signale einsammelt. Gute Kopfhörer sind ein Muss, der Hausvorstand dankt es dir. Insbesondere, wenn er nunmal gar nichts mit der Art von Musik anfangen kann. Und jemand zuzuhören, der zum 100. mal dasselbe Pattern spielt, ist nachvollziehbar enervierend. Bei mir sind es einigermaßen günstige Kopfhörer: von Beyerdynamic der Klassiker DT 770 PRO (geschlossen) und ein AKG K702 (offen). Die Lautsprecher sind noch einfache Regallautsprecher von Edifier, die aber für ihren Preis exzellent sind und für mich erstmal ausreichen. Es sind halt keine dedizierten Nahfeldmonitore.

Mittlerweile habe ich mir noch günstige Monitor-Lautsprecher gegönnt, die Presonus Eris 4.5. Hat sich auf jeden Fall gelohnt, völlig anderes, natürlicheres Klangbild als die Edifier.

Zuerst hatte ich mir als Presonus Anwender noch den ATOM MIDI Controller von Presonus selbst geholt. Relativ günstig und ist automatisch vollständig in die DAW integriert (logisch). Es sollte mich beim Editieren unterstützen, aber so richtig warm werde ich damit dann noch nicht. Die Belegung der Pads je nach Kontext muss man sich irgendwie merken, was schon wieder recht umständlich ist.

Den Presonus Atom habe ich daher mit dem Presonus Atom SQ ersetzt (ATOM SQ Controller – PreSonus). Ebenfalls natürlich tief in die DAW integriert. Dieser unterstützt mich einerseits besser im Workflow (hat ein kontextbasiertes Display), und andererseits kann man mit den zwei 16er Padreihen auch gut Melodien entwickeln und verproben. Insbesondere, weil man diese auf Tonarten einstellen kann.

Der Synth-Park, von links nach rechts: modwave mk II, Behringer PRO-800, Behringer Crave, Korg Volca Drum, AKAI MPK mini. Daneben der einfache Mixer von Aveek mit sechs Stereo-Eingängen.
Der Arbeitsplatz: Zwei große Monitore, darunter der Mini-PC von Aoostar. Links neben der Tastatur der Polyend Synth. In der Mitte der ATOM Controller. Auf einer nachgerüsteten Schublade unter der Schreibtischplatte das Keyboard von Nektar. Ganz links das Audiointerface von Esi.

Es ist nur ein Hobby. Bei einem Profi sieht das anders aus ;-).

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